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Turnen

27.02.2019 - Bereit für die Bundesliga-Bühne

Die Leipziger TuG-Mädchen waren ganz oben im deutschen Turn-Haus, mussten personal geschwächt aussteigen und starteten 2016 einen Neuanfang in der Regionalliga. Am Sonnabend geben sie ihr Debüt in Liga zwei.

Das Mundwerk arbeitet flott, die Saltis sitzen und stimmungsmäßig liegt ein Hoch über der Turnhalle Leplaystraße: Hier, im Wohnzimmer der TuG-Mädchen, geht es um den Feinschliff vor dem Debüt am Sonnabend in der zweiten Bundesliga. Die Leipziger Riege wird dabei erneut unterstützt von einem Duo aus Halle. Team-Kapitän Jolina Feige wechselte vor einem halben Jahr zum Verein in die Nachbarstadt. Ihr Trainer ist in Turnkreisen ein guter Bekannter: Matthias Fahrig (33), Olympiastarter und Medaillengewinner bei Europa- und Weltmeisterschaften, hilft bei der Leipziger Mission auf der Bundesliga-Bühne.

„Im Liga-Wettbewerb geht es darum, die Mädchen auf die großen Wettkämpfe vorzubereiten. Denn sie müssen lernen, in fremden Hallen, mit Kampfrichtern und Zuschauern zurechtzukommen. Da ist man schnell überfordert“, weiß der Coach aus eigener Erfahrung. Der sprunggewaltige Hallenser selbst war ein Spätstarter, seine ersten Turnelemente machte er mit acht Jahren. Seine Schützlinge dagegen legten teilweise schon im Kindergarten los. Jetzt freuen sie sich auf den Start in die Zweitliga-Saison.

„Wir wollen saubere Übungen zeigen, als Team zusammenhalten und die Klasse halten“, sagt Jolina Feige selbstbewusst am Rande der Generalprobe in der Leipziger „Leppi“. „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, formuliert TuG-Trainerin Kerstin Schlegel das Ziel. Die promovierte Sportwissenschaftlerin hat den Neuanfang in der einstigen Turnhochburg engagiert begleitet. Getrübt wurde die Aufstiegsfreude im November 2018 in Berlin durch eine schwere Knieverletzung ihrer Tochter Alina. Mittlerweile ist die 13-Jährige bis auf kleine Einschränkungen wieder fit und gehört wie ihre Zwillingsschwester Jessica zu den „Großen“ in der Mannschaft.

Was die Konkurrenz wie an die Geräte bringt, ist zu diesem frühen Saisontermin schwer zu sagen. Bis auf Bundesliga-Absteiger Dresdner SC haben sich die anderen sechs Teams mit ausländischen Gaststartern verstärkt. Dennoch sei für die TuG-Mädchen ein Platz unter den ersten Vier realistisch, hofft Trainer Till Schäller. Am Sonnabend im hessischen Dillenburg kämpfen die Mädchen in ihren neuen Anzügen in den Glücksfarben lila/pink. Von Schneiderin/Kampfrichterin Steffi Riedinger maßgefertigt, gab es einen Glücksbringer obendrauf: Der kleine Plüsch-Elefant namens Jala (die Einzigartige) trägt das TuG-Outfit, zudem ist Maskottchen Tuggy mit von der Partie. Der finanzielle Part ist durch den Verein um Präsidentin Steffi Meyert-Junker abgesichert. Aber an der Sponsorenfront könnte es besser aussehen. Dafür setzt sich Ehrenpräsidentin Kristina Graupner ein, die den Turnerinnen natürlich fest die Daumen drückt.

Anders als in Liga drei gibt es eine Etage höher keinen sogenannten Streichwert. Vier Starterinnen jeweils an Sprung, Stufenbarren, Balken und Boden bedeuten vier Wertungen fürs Teamergebnis. Ein Patzer kann da schon fürs böse Erwachen sorgen. Die Auslosung jedenfalls hat es mit dem TuG-Team gut gemeint. „Wir beginnen am Boden, das ist ein relativ sicheres Gerät“, schätzt Till Schäller ein. Er wird zum Auftakt in der Nassau-Oranien-Halle allein für die Mannschaft verantwortlich sein. Kerstin Schlegel ist zum Kampfrichtereinsatz bei der internationalen Jesolo-Trophy im Palazzo del Turismo. Matthias Fahrig kämpft für das Bundesliga-Team Siegerländer KV – Reck-Olympiasieger Fabian Hambüchen gehört zum Betreuerstab.

Kerstin Förster

Leipziger Volkszeitung, 27.02.2019

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