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Ringen

20.01.2012 - Vorfreude auf die Bundesliga

20-jähriger Ringer Florian Liebscher nach Schulter-OP und Gewichtsklassen-Wechsel mit stabilen Leistungen

Freistilringer Florian Liebscher ist einer der jungen Wilden der Wett­kampfgemeinschaft KFC Leipzig/AC Taucha, die nach starker Verfolgungsjagd überraschend den Sprung aus der zweiten Bundesliga ins Ringer-Oberhaus schaffte.
Landestrainer Sven Thiele, Vizeweltmeister von 1995, attestiert dem 20-Jährigen großen Trainingsfleiß. "Ohne seine Einsatzbereitschaft hätte sich Florian innerhalb eines halben Jahres nie so steigern können. Trotz einer Schulter-Operation 2011 hat er eine starke Entwicklung genommen", lobt Thiele den Leipziger, für den das kein Problem bedeutet. "Ich trainiere doch gern."
Doch das kommt nicht von ungefähr. Acht Trainingseinheiten absolviert er pro Woche. Dennoch hat er schwere Zeiten in der neuen Umgebung vor sich. Denn die heißt erste Bundesliga. "Dort muss Florian erst mal Fuß fassen und das wird eine Weile dauern, wie für 80 Prozent seiner Teamkollegen", weiß Thiele, der selbst 20 Jahre in der höchsten Klasse gekämpft hat. "Wie die meisten muss er noch eine Schippe drauflegen, um ganz oben bestehen zu können."
Noch höhere Ziele für Liebscher anzupeilen, hält der 17-fache deutsche Meister für unrealistisch. Das sieht auch WKG-Trainer Thomas Weidner (48) so. "In Bezug auf seine Auswahlchancen könnte das sehr schwer werden. Denn die Klasse bis 74 kg ist eine der wenigen Kategorien, in der wir in Deutschland viele gute Ringer haben."
Bundesliga-Coach Weidner hält große Stücke auf den jungen Athleten, der aus Zöblitz stammt und die 13. Klasse des Leipziger Sportgymnasiums besucht. "Florian ist ein ehrgeiziger junger Bursche, der in jedem Wettkampf was reißen will. Seine Grundlagenausdauer ist hervorragend. Mit seinem Wechsel in die Gewichtsklasse bis 74 kg hat er in unseren Team eine Lücke geschlossen."
Vorher hatte der Erzgebirger im 66-kg-Limit weniger Erfolg. "Der Wechsel hat mir gut getan", sagt er und betont, dass er sich auf die neuen Aufgaben freue. "Nicht viele können von sich behaupten, in der Bundesliga gerungen zu haben. Ich habe bei uns als eines der wenigen rein deutschen Teams nie an den Aufstieg gedacht."
Fast verlegen erklärt Liebscher, dass er davon träumt, mal das Nationaltrikot zu tragen. "Aber das ist sehr schwierig. Ich habe es ja nicht mal in den Altersklassen in die Auswahl geschafft. Mein Ziel ist es, eine Medaille bei den deutschen Meisterschaften zu gewinnen."
Das könnte ein steiniger Weg werden. Nach dem Abi muss sich der 1,70 m große Liebscher entscheiden, in welcher Form er seine Karriere fortsetzt. Ein Studium in Richtung Wirtschaft oder Sport sei möglich. "Ob ich dann noch den Trainingsaufwand betreiben kann, ist fraglich." Zudem stünden auch die Chancen schlecht, eine Ausbildungsstelle über die Sportfördergruppe in der Bundeswehr zu erhalten. "Als Nichtkader-Sportler ist das eher unwahrscheinlich", spricht der junge Mann Klartext, ohne ins Jammern zu verfallen. Norbert Töpfer

LVZ, 20. Januar 2012

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