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Fechten

24.11.2012 -  Degen-Ass Jörg Fiedler als Trainer und Aktiver im Einsatz

Geballte Trainingskräfte: Weltklasse-Fechter Jörg Fiedler mit seinen FCL-Schützlingen Clemens Rietdorf (l.) und Arndt Spitzner.

Geballte Trainingskräfte: Weltklasse-Fechter Jörg Fiedler mit seinen FCL-Schützlingen Clemens Rietdorf (l.) und Arndt Spitzner.
(© Foto: Christian Nitsche)

Positive Signale für Leistungszentrum

Noch sind ein paar Zentimeter Luft. Cornelius Petersen, 14, misst 1,87 Meter. Die Prognosen für das Degen-Talent aus Schönau liegen bei 1,98 Metern. Jörg Fieder, 34, hat stattliche 1,93 m zu bieten und dazu eine eindrucksvolle Karriere hingelegt. Degen-Ass "Fiedel" wurde Europameister, brachte von drei Olympischen Spielen eine Team-Bronzemedaille mit, erkämpfte im Sommer in London einen respektablen achten Platz. "Die Leistung war gut. Ich weiß, was ich falsch gemacht habe. Das Thema ist abgehakt. Es warten neue Herausforderungen", sagt Leipzigs Vorzeige-Fechter in seiner bekannt ruhigen Art.

In der Musketier-Schmiede im Sportforum geben sich die Nachwuchsleute die Klinke in die Hand. Seit September, immer donnerstags, fährt Cornelius Petersen vom Gymnasium in Altenburg mit dem Zug in die Messestadt, abends zurück nach Borna, wo ihn das Elterntaxi erwartet. Gegen halb Zehn ist der junge Mann zu Hause, früh um Sieben ging's los. Stress, den er gern auf sich nimmt. Bei Einheit Altenburg fehlten die Alternativen, um sportlich weiterzukommen. Steffen Grollmisch, Sachsens Verbands-Chef und zugleich Präsident des Internationalen Fördervereins "Attaque d' Escrime" (Leipzig), sah den talentierten Degen-Mann und vermittelte ihn zum FCL. Trainer dort ist Jörg Fiedler. "Das ist cool und macht Spaß", meint der "Neuzugang", der im nächsten Jahr gern aufs Sportgymnasium gehen möchte. Coach Fiedler würde den Schritt begrüßen. Generell sieht er eine wachsende Bereitschaft der jungen Athleten, in ihre Ziele mehr Zeit, mehr Einsatz, mehr Willen zu investieren. "Wir haben eine gute Gruppe zusammen, die Leistungen werden besser." Dass da ein "Drahtzieher" ist, eine Respektperson, ein Vorbild die Lektionen erteilt, spielt eine wichtige Rolle. Jörg Fiedler: "Mein eigener Anspruch ist zu zeigen, dass wir gut sind."

Besser geht immer und vorzugsweise in einem Nachwuchs-Bundesleistungszentrum. Die ist im Strukturplan des Deutschen Fechter-Bundes eingetaktet, indes die Umsetzung lässt auf sich warten. "Alle wollen es, nur das Okay fehlt noch", betont Jörg Fiedler. Es ist wie immer eine Frage des Geldes, wer wo wie viel erhält. Im Juni brach DFB-Präsident Gordon Rapp im LVZ-Interview zum wiederholten Mal eine Lanze für den Standort Leipzig. "Wir sehen in Leipzig ein erhebliches Potenzial, auch im Umfeld. Hintergrund ist, dass wir gerade im Kinder- und Jugendbereich in Zukunft verstärkt mit zentralen Maßnahmen arbeiten müssen. Dazu ist eine gewisse Ortsnähe nötig."

Zusammenarbeit macht Sinn. Der FCL, der FC Schkeuditz und das Fechtzentrum in Halle praktizieren sie längst. Gemeinsam wird am Wochenende beim "Internationalen Händel-Cup" in der Saalestadt gekämpft (Sporthalle Brandenberge). Hier geht es um Punkte für die europäische Rangliste und die Kadetten-WM im nächsten Jahr. Die Schkeuditzer Florett-Hoffnung Lewis Pietsch liegt aussichtsreich im Rennen. Für Jörg Fiedlers Schützling Peter Kluge wäre beim aktuellen Turnier der Einzug ins 64er Feld ein Erfolg.

Nach London war wohlverdiente Pause und vor dem Landesranglistenturnier in Oelsnitz. Für den FCL siegten Jörg Fiedler, Annett Crustewitz (Damendegen/Aktive), Paula Kroll, Dritte wurden Clemens Rietdorf und Arndt Spitzner (alle A-Jugend). Fiedler will auch künftig versuchen, Trainer-Job (ab 1. Januar eine mischfinanzierte Stelle am Olympiastützpunkt) und Leistungssport (Januar-Weltcups in Katar und Italien) unter einen Hut zu bekommen. "Das schafft er, da bin ich mir sicher", sagt Karin Strauch, die hierzulande eine der engagierten Fecht-Förderer ist. So sieht die Sachgebietsleiterin im Sportamt auch ihre künftige Berufung in der Zentrale der Klingenkünstler, wird im neuen Jahr in die DFB-Geschäftsstelle nach Bonn wechseln. Spätestens zum Leipziger Degenweltcup der Frauen im Februar wird Karin Strauch an altbekannter Adresse auftauchen. Dann hat sich ebenso Erika Dienstl (82) angesagt. Die Verbands-Ehrenpräsidentin lobt Klein-Paris und die dazugehörende Fechter-Gilde. Lobbyarbeit lohnt sich.

Kerstin Förster

Leipziger Volkszeitung, 24.11.2012

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